Vivi Linnemann

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Vivi Linnenmann und ihre Kunst in der Öffentlichkeit

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Die Künstlerin Vivi Linnenmann ist in Dänemark geboren und hat von 2011 bis 2015 in Zürich gelebt. Dies erklärt ihren Bezug zur Region und die Zusammenarbeit mit verschiedenen Gemeinden nähe Zürich.

Abstrakte Formen und Transparente Materiale wie Acryl- & Plexiglas gleichzeitig knallige Farben – diese Merkmale lassen Kunstliebhaber an die dänische Künstlerin denken. Die fliessenden Einzelteile werden mit einem Kupferfaden miteinander verbunden und wirken durch die Verwendung von gleichen Materialien sehr natürlich. Die Einzelstücke schaffen Harmonie in jeder Umgebung.

Vivi Linnemann

«Mein Wunsch ist, dass die Werke durch Herz und Bauchgefühl kommunizieren. Es geht darum eine Botschaft über Licht und Farben im Leben zu verkünden. Ein Gespräch ohne Worte, von Herz zu Herz.»

Vivi Linnenmann
Künstlerin

Interview mit Vivi Linnemann, Künstlerin von «Solar Plexus» und «Punktgenau»

Erzählen Sie etwas über sich. Von wo kommen Sie?

«Meine kleine Familie und ich kommen aus Dänemark. Wir haben 4 wunderschöne Jahre in Kilchberg Zürich gelebt, wo unsere Tochter in die lokale Schule ging. Hier hat sie ihre besten Freundinnen getroffen. Auch mein Mann und ich haben liebe Freunde, Kollegen und gute Kontakte, mit denen wir täglich sprechen, insbesondere an der linken Zürichsee Seite, wo wir gewohnt haben. Ich muss zugeben, dass ich die Schweiz vermisse und ich freue mich eines Tages zurückzukehren.

In San Francisco habe ich den Mut gefunden mein eigenes Unternehmen zu gründen. In der USA, und in Dänemark habe ich als freischaffende bildende Künstlerin gearbeitet. Früher bin ich viel gereist, denn es ist überall möglich mit der visuellen Sprache zu arbeiten.»

Seit wann machen Sie Kunst?

«Als Kind habe ich viel gezeichnet, deswegen war es für mich ganz natürlich, mich mit visueller Kommunikation zu beschäftigen. Dies hat mir viel Freiheit gegeben. Dank den Skizzen und Illustrationen, die ohne Worte auskommen, ist es mir gelungen in Japan und Australien zu arbeiten. Nach einer Weiterbildung 2009 in San Francisco und Kopenhagen habe ich eine besondere Nische gefunden, indem ich mich auf Installationskunst und Skulpturen fokussiere.»

Warum machen Sie Kunst in der Öffentlichkeit?

«Kunst ist für alle. Es ist eine Ehre im öffentlichen Raum ein Werk aufzustellen. Ich nehme es sehr ernst und versuche vor Beginn mit der Arbeit, so viel Zeit wie möglich an meinem ausgewählten Ort zu verbringen. Dort kann ich mit den Menschen, die dort leben, oder oft vorbeikommen, ganz persönliche Gespräche führen und mehr über den Ort lernen. Es ist mir wichtig, dass sich Geschichten der Menschen von diesem Ort in meiner Kunst widerspiegeln, auch wenn die Skulptur total abstrakt ist.

Meiner Meinung nach habe ich, insbesondere im öffentlichen Raum, eine Verantwortung positive und optimistische Gedanken und Themen zu transportieren. Ich hoffe immer, dass die Skulpturen den Besuchern Mut und Hoffnung vermitteln.»

Wie ist Ihr Bezug zu der Schweiz?

«Wir sind seit 2011 eng mit Zürich und der Umgebung verbunden. Mein Mann arbeitet seit mehreren Jahren als freischaffender IT-Konsulent mit ”Mainframe”. Deswegen war für ihn die Schweiz besonders interessant. Früher haben wir beide im Ausland gearbeitet und haben spontan beschlossen, eine kurze Zeit in Zürich zu verbringen. Es war gar nicht einfach hierher zu kommen, doch sobald wir ankamen, haben wir uns total in die Zürich-Umgebung verliebt.»

Wie kamen Sie zu den Standorten für Ihre beiden Kunstwerke an der linken Zürichsee-Seite?

«Nach kurzer Zeit in der Schweiz habe ich eine Einladung bekommen, an einer Ausstellung mit schweizerischen Kollegen teilzunehmen. Zeitgleich haben mich auch die Gemeinden der Region kontaktiert. Sowas hätte ich nie erwartet, ich bin immer noch erstaunt und dankbar. Es war mir eine Freude hier in der Region meine Kunst aufzustellen und die Menschen mit ihren Orten kennenzulernen.
Ich denke es muss etwas besonders Schweizerisches sein; zusammen etwas Neues Spontanes zu machen? Make it happen, Just Do It – Das imponiert mich.»

Aus welchem Material bestehen diese Werke und warum haben Sie es gewählt?

«Das Material, das ich am meisten verwende, ist Acrylglas. Meine neusten Werke im öffentlichen Raum sind eine Kombination von Acrylglas und rostfreiem Stahl. Dies ist auch für mich noch neu und wahnsinnig interessant auszuforschen. Ich hoffe immer, dass sich meine Werke in der Landschaft, in der Stadt oder im privaten Garten einfügen können. Es kann ironisch wirken, wenn sie so farbig und leuchtend sind. Doch finden Sie nicht auch, dass wir irgendwie unsere Umgebung mit einem neuen Blick sehen, wenn sie in einem Kontrast zu etwas steht?»

Was macht Ihre öffentliche Kunst besonders?

«Wenn ich am Ort arbeite höre ich im Gespräch mit den Passanten, dass die Werke sie zu einem Dialog anregen. Zu neuen Gedanken inspirieren. Die Werke wirken fast magnetisch und erregen oft Neugier. Sie fesseln die Zuschauer – für eine Kunst-Pause?»

Skulptur Solar Plexus | Quelle: Gemeinde Richterswil

Skulptur Solar Plexus

Skulptur Puktgenau | Quelle: Gem. Wollerau

Skulptur Puktgenau