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Save food, fight waste!

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Food Waste – ein Begriff, der in aller Munde ist. Jedoch landet ein Teil leider im Abfall, und nicht im Munde. Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) in Wädenswil beschäftigt sich intensiv mit diesem Thema. Sie führt Studien durch, die den Fokus auf der Umweltbelastung infolge Lebensmittelverluste in der Schweiz legen.

Insgesamt 30% aller Lebensmittel weltweit gehen für den menschlichen Verzehr verloren. Die Verarbeitungsindustrie macht den grössten Teil aus, auf dem zweiten Platz sind die Haushalte. Betrachtet man die Umwelteffekte, so fallen jedoch die Haushalte bedeutend mehr ins Gewicht als die industrielle Verarbeitung. Die Wertschöpfungskette der Lebensmittel ist somit weder ökologisch noch ökonomisch nachhaltig. Studien der ZHAW zu Lebensmittelverlusten in der Schweiz zeigen, dass ein Teil des Abfalls in der Produktion vermeidbar ist, da er für den Menschen mit gezielter Aufarbeitung genussreich essbar ist. Dieser Anteil sollte unbedingt in die Lebensmittelwertschöpfungskette zurückgeführt werden, anstatt als Tierfutter zu enden oder verbrannt zu werden.

Verarbeitungsverluste

Erstaunlicherweise belasten die Verluste an Käse und Molke die Umwelt am meisten. Es wird zwischen Masse, Energie und Umweltbelastungspunkten (UBP) unterschieden, wie in der Grafik ersichtlich wird. Brote und Backwaren fallen beispielsweise aufgrund der grossen Menge ins Gewicht, während das Rindfleisch vor allem mit einer negativen Bilanz bei den UBP auffällt. Gesamthaft kann man feststellen, dass tierische Produkte sowie Kakao und Kaffee insbesondere wegen der hohen Umweltrelevanz pro Kilo zu betrachten sind, während beim Getreide primär die grossen Mengen an Verlusten auffallen. Würden die Nebenproduktströme (Abfälle bei der Nahrungsmittelproduktion) verwertet, wäre der ökologische Fussabdruck jedes einzelnen reduziert.

Es gibt mehrere Dinge, die man auf der Konsumentenseite gegen die grossen Mengen an Lebensmittelabfall tun kann. Hier einige Tipps von der Expertin Nadina Müller:

Einkaufsplanung: Eine gute Einkaufsplanung hilft, nicht zu viel oder zu wenig einzukaufen und sich vorher zu überlegen, was im Haushalt tatsächlich gebraucht wird.
Aufbewahrung Reste: Im Menüplan können Lücken eingeplant werden, die mit überschüssigen Zutaten oder Resten vorheriger Mahlzeiten aufgefüllt werden. So wird die Verwendung der Lebensmittel verbessert.
Kühlschrank- und Vorratsschrankordnung: Die Ordnung in unserer Küche spielt eine grössere Rolle, als wir uns denken können. Wenn das Essen gut sichtbar ist, dann geht es weniger vergessen und muss nicht nach Ablauf des Haltbarkeitsdatums entsorgt werden.
Apps: Es gibt mehrere Apps mit Tipps, wie Zutaten optimiert zu einer tollen Mahlzeit verkocht werden können, um so Lebensmittelabfall zu vermeiden.