Projekt Tilla Haus Luftperspektive

Pioniergeist für nachhaltiges Wohnen!

2 min

Was kann eine junge Familie mit kleinem Budget tun, um ihr Eigenheim und Lebensraum mitzugestalten? Wir fragen bei wahren Umweltpionieren nach und stellen das Projekt Tilla vor!

«Wir benötigen dringend Leuchtturmprojekte, in welchen sich Lebensräume neugestalten lassen. Unsere Generation ist in einer Zeit geboren, in welcher Lebensraum nicht mehr kostengünstig ist und den wir kaum noch mitgestalten können, sondern zur Plattform finanzieller Anlage mutiert sind. Unsere Wohnformen sind nicht in erster Linie für den Menschen, das Zusammenleben, geschweige denn eine nachhaltige Zukunft entworfen und gebaut worden und das sieht man Ihnen auch an.» René Reist, Bewohner und Pionier, Projekt Tilla

Als junge Familie ist es eine Herausforderung, mit kleinem Budget und wenig Handlungsspielraum den eigenen Lebensraum mitzugestalten.

Wohnraum neu gestalten

René Reist erklärt, dass es sich bei dem Projekt Tilla nicht primär um ein «Tiny-Home» handelt, sondern darum, den Wohnraum neu zu gestalten und neu «auszudenken». Bauland zwischennutzen zu können und dabei die Bodenqualität zu erhalten, ohne Kulturland zu zerstören gehört zu diesem Denkansatz. Mit dem Projekt Tilla hat die Familie gelernt, dass die meisten gesellschaftlichen Herausforderungen nicht durch technische Möglichkeiten, sondern durch soziale Strukturen oder die Gesetzgebung limitiert sind.

Der Selbstversuch als Laborratten

Ein nachhaltiger Wohnraum ist für die Familie nicht nur, alleine auf der grünen Wiese zu leben, auch die soziale und ökonomische Nachhaltigkeit ist für sie wichtig. Damit startet nun die zweite Phase des Projekts, in welcher die Familie Reist mit 10 Erwachsenen (plus Kinder) einen nachhaltigen Lebensraum gestalten wollen. Das Projekt wird «Living Lab» oder zu Deutsch das «Lebenslabor» genannt. Die Familie möchte sich mit den zukünftigen Bewohnern gezielt zu «Laborratten» machen, um herauszufinden, wie sie zu Architekten einer nachhaltigen Zukunft in unserem engbesiedelten Lebensraum werden können.

Das Wohnprojekt und die Gemeinschaft

Aktuell steckt die Familie mitten in der Planungsphase für ein gemeinschaftliches, zukunftsfähiges und sozial nachhaltiges Wohnprojekt. Dieses besteht aus einem modularen Gemeinschaftshaus und 5 Wohnclustern. Hergestellt wird alles in der Schweiz und nur mit nachhaltigen und möglichst lokalen Ressourcen. Damit es energieeffizient ist, wird die Energie für Strom und Wärme direkt vor Ort produziert.
Die Wohneinheiten sollen modular aufgebaut werden. Dies soll aufzeigen, wie Grundstücke zwischengenutzt werden können. Somit bleibt die Bodenqualität erhalten. Die Gruppe soll diesen Boden gemeinsam bewirtschaften.

Was dringend benötigt wird?

Das Projekt braucht Platz. Rene Reist sucht für das Projekt ein geeignetes Grundstück (1000m2 Bauland) welches möglichst an eine Landwirtschaftszone angrenzt zur Zwischennutzung und einer Pacht von 15 Jahren.

Projekt Tilla Haus

«Was wir für unser Projekt brauchen: Pachtland, damit wir mit unserem Wohnprojekt an
zukünftigen Lebensraum
forschen können.»

René Reist
Projekt Tilla
Familie Projekt Tilla

Projekt Tilla Haus Sonnenblumen

Küche Haus Projekt Tilla

Bett Projekt Tilla