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Ein paar Quadratmeter mehr?

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Der Schweizer Arbeitsmarkt verändert sich. Immer mehr Dienstleistungen werden von Einzelpersonen und Kleinstunternehmen angeboten. Die fortschreitende Digitalisierung erlaubt es, von überall her seine Arbeitskraft anzubieten. Das beeinflusst die Wohnsituation und stellt hohe Anforderungen an Freelancer:innen und Unternehmer:innen.

Wir sprachen mit der Immobilienspezialistin, Dr. Steffi Buzziol, über Raumbedarf bei der Heimarbeit.

Frau Dr. Buzziol, schon vor der Covid-Homeoffice Zeit konnte eine Zunahme von «Heimarbeit» gerade bei kreativen Dienstleistungen festgestellt werden. Hat sich das durch die Pandemie noch verstärkt?

Ja, sehr deutlich. Wir haben in den letzten Monaten viele Anfragen nach geeigneten Objekten für Homeoffice erhalten.

Wo liegt der Unterschied zu früher?

Gerade Familien haben mit Homeoffice ein Bedürfnis, Arbeiten und Wohnen in den eigenen vier Wänden möglichst zu strukturieren. Umso mehr, wenn auch Kinder im Haushalt leben. Das veränderte die Ansprüche schon.

Worauf wird denn speziell geachtet?

Eigentlich stehen zwei Themen im Zentrum: die Trennung des Arbeitsbereiches vom Wohnen und die Möglichkeit, ungestört digitale Meetings durchzuführen. Generell kann man sagen, dass der Raumbedarf eher zunimmt.

Sie müssen also vor allem auch grössere Objekte suchen?

Nicht unbedingt, auch wenn das meist die beste Lösung ist. Es braucht für das Arbeiten zuhause in der Regel mehr Räume, das ist richtig. Aufgrund des knappen Angebotes ist man aber auch eher wieder bereit, etwas kleinere Zimmer zu akzeptieren.

Die grösseren Unternehmen werden auch in Zukunft Homeoffice anbieten, gibt es denn ausreichend Angebote in unserer Region?

Wir gehen auch davon aus, dass weiterhin ein Teil der Arbeit zuhause geleistet wird. Die neueren Liegenschaften haben diesen Trend aber noch nicht aufgenommen. Ältere Wohnungen mit eher kleineren, dafür mehr Zimmern sind sehr gesucht. Auch Aussenflächen wie Balkone und Sitzplätze werden wichtiger. Eine vierköpfige Familie, bei der beide Elternteile in einem grösseren Pensum arbeiten und das teilweise im Homeoffice braucht daher mindestens einen, eher zwei Rückzugsmöglichkeiten, um in Ruhe zu arbeiten. So grosse Wohnungen sind gerade im Mietbereich aber kaum vorhanden und auch die Eigentumswohnungen wurden in den letzten Jahren eher mit weniger, dafür grösseren Räumen gebaut. Das Angebot ist sehr eingeschränkt.

Mit Ihrer Erfahrung, worauf muss man besonders achten, wenn man zuhause effizient arbeiten will?

Die Arbeitsfläche sollte klar von der Wohnfläche unterschieden und wenn möglich auch abschliessbar sein. Es braucht zudem die richtige Infrastruktur wie schnelles Internet, ergonomische Einrichtung und gutes Licht.

Frau Dr. Buzziol-Labas – Von Poll Real Estate Zürichsee Linkes Seeufer, Thalwil

Arbeiten Zuhause - worauf muss man achten, damit wohnen und arbeiten zusammen funktioniert.

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