Banz Zimmerberg Horgen Interior

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200 Jahre Banking in Horgen – historisch und modern!

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Trotz 200 Jahren Tradition ist die Bank Zimmerberg AG eine top moderne Bank, welche in der Region bestens verankert ist. Das kontinuierliche Wachstum hat auch Veränderungen bei den Büroräumlichkeiten zur Folge.

Gegründet 1820 als Ersparnis Kasse für die Gemeinde Horgen war es vor 200 Jahren möglich, einmal pro Monat dem „Einnehmer“ eine Geldeinlage zu überreichen – Mindesteinlage waren damals zwei Franken. Auch gab es noch kein Bankgebäude. Wie sich das verändert hat. Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Bank als Spar-Cassa Horgen umbenannt und bezog 1900 erste Geschäftsräume. 100 Jahre später und mit rund 500 Mio. Bilanzsumme wird aus der Genossenschaft eine Aktiengesellschaft. Mit dem Austritt aus der Clientis-Gruppe fand 2012 schliesslich die Umfirmierung zur Bank Zimmerberg AG statt.

Moderne Bank

Heute ist das Unternehmen mit Standorten in Oberrieden, Hirzel und Horgen eine moderne Bank mit neuen Büro- und Kundenräumen in der historischen Grob-Fabrik, den heutigen Seehallen. Der Platzmangel für die 35 Mitarbeitenden am Dorfplatz führte dazu, dass ein zweiter Standort in Horgen gesucht und auch gefunden wurde. Mit Ausnahme des Schalterteams ist die gesamte Belegschaft umgezogen. Die Kunden erwartet ein frisches Konzept mit einem zukunftsorientierten Umfeld. Die Räumlichkeiten im Dorfzentrum werden zu einer attraktiven Kunden- und Beratungszone mit modernster Technik für einen 24-Stunden Service. Die bekannten Gesichter der KundenberaterInnen stehen für die individuellen Anliegen zu den gewohnten Öffnungszeiten zur Verfügung.

Oliver Jaussi

«Kunden und Mitarbeitende sind unsere Lebens- und Leistungsgrundlage. Hören wir beiden richtig zu und pflegen die Beziehungen, haben wir nachhaltig Erfolg. Dabei gilt es, immer Tradition und Innovation im Fokus zu halten.»

Oliver Jaussi
CEO Bank Zimmerberg AG

Die Lifestyle Factory traf sich zum Gespräch mit Oliver Jaussi der Bank Zimmerberg AG in Horgen.

Eine 200-Jahre alte Bank führen – Herr Jaussi, was bedeutet das für Sie?

«Auch mit 200 Jahren Erfahrung darf man nicht stehen bleiben und muss stark in die Zukunft investieren. Die Tradition muss gewahrt bleiben, gleichzeitig wollen und müssen wir aber auch Innovation fördern, damit wir der Zeit immer einen kleinen Schritt voraus sind. Wir haben eine grosse Verantwortung – gegenüber unseren KundInnen aber auch gegenüber unseren Mitarbeitenden.»

Welche Ereignisse haben in dieser Zeit die Bank am meisten beeinflusst?

«Einschneidend waren natürlich die Weltkriege. Für die Veränderung des Geschäftes wirkten aber vor allem die Industrialisierung, die Immobilienblase der 90-er Jahre und heute die Digitalisierung. Regelmässig – so alle 10 Jahre – unterstellt man den Regionalbanken «fehlende Zukunftsfähigkeit». Bis heute hat die Bank Zimmerberg AG jede Krise überstanden und steht besser da denn je.»

Das Bank-Geschäft verändert sich aktuell aufgrund der Digitalisierung sehr stark, wie können Sie dennoch von der langen Geschichte der Bank Zimmerberg AG profitieren?

«Die Basis unseres Erfolgs sind die KundInnen und Geschäftspartner. Bankbeziehungen über Generationen zeugen vom Vertrauen der Kunden. Mit Hilfe unserer langjährigen Partner und der grossen Erfahrung sind wir zudem in der Lage, Leistungen, die wir nicht selber erbringen können, dort einzukaufen, wo sie kostengünstig in der gewünschten Qualität erbracht werden können.»

Wie hat sich Covid-19 auf Ihr Bankgeschäft ausgewirkt?

«Es gibt zwei Aussagen dazu: die raschen Veränderungen im Kundenumgang und beim Arbeitsalltag, da keine physische Kundenkontakte mehr möglich waren – das war sehr kritisch. Und positiv: einmal mehr hat die Bank mit dem krisensicheren Geschäftsmodell ihre Entwicklung praktisch ohne Abstriche weiterführen können und so zum Beispiel ganz neue Erkenntnisse zu Arbeitsmodellen gewonnen.»

Haben Sie viele Corona-Kreditanfragen erhalten und wie konnten Sie diese bearbeiten?

«Mit einem grossen Einsatz unserer Kreditabteilug konnten über 80 Kredite verarbeitet und in kürzester Zeit ausbezahlt werden. Ein deutlicher Beweis unserer Leistungsfähigkeit.»

Corona hat Ihre Jubiläumsfeierlichkeiten stark beeinträchtigt. Was können Sie noch umsetzen?

«Leider mussten wir unser grösstes Projekt, «ORGANZA» für 2020 absagen. Wir prüfen jetzt eine Durchführung zu einem späteren Zeitpunkt. Dennoch wollen wir unseren Aktionären und Kunden noch etwas bieten und überlegen zurzeit, was noch möglich ist.»

Mitten in dieser Zeit sind Sie mit der Bank umgezogen, ebenfalls in eine traditionelle Umgebung. Erzählen Sie uns, warum die Bank die Seehallen als neuen Standort gewählt hat?

«Ja, das Areal der Seehallen hat tatsächlich eine grosse Tradition. Die moderne und innovative Nutzung entspricht aber genau unserem Charakter. Der neue Hauptsitz repräsentiert auch das «neue» Bankgeschäft: Transparenz, Kommunikation und Erlebnis.»

Ein neuer Standort bringt immer Veränderungen, wo spüren Ihre Mitarbeitenden das am stärksten?

«Im Open-Space, die Kunden sehen nicht nur eine BankbetreuerIn sondern begegnen den Mitarbeitenden im Alltag. Die Oasen bieten trotz dieser neuen Nähe die Möglichkeit für konzentriertes Arbeiten aber sie verkürzen und vereinfachen auch die Kommunikation.»

Was darf die Kundin, der Kunde Ihrer Bank am neuen Ort erwarten?

«Wir bieten moderne Architektur, einen Wow-Effekt, dennoch bescheiden. Die Mitarbeitenden werden nahbar und die Kunden sehen, wer das Geschäft verarbeitet. Innovation und Technologie gehen zudem mit einer Wohlfühlumgebung einher. Ein Bankerlebnis der besonderen Art.»

«Künftig kann der Kunde wählen, ob er seinen Beratungstermin am Dorfplatz oder am neuen Standort wahrnehmen möchte.»

Oliver Jaussi
CEO Bank Zimmerberg AG
Banz Zimmerberg Horgen Gang

Banz Zimmerberg Horgen Gang 2

Dorfkern Horgen Bank Zimmerberg

Alte Bank Zimmerberg

Alte Bank Zimmerberg 2